Alpinwanderung Gross Bigerhorn

Drei Tage bis auf 3'625 m, dem höchsten Wandergipfel der Schweiz

  • Ausdauer
    3/5
    Gehzeit 4 bis 5 Stunden. Bis ca. 900 Höhenmeter. Für sportliche Bergwanderer:innen mit guter Grundkondition.
  • Schwierigkeit
    T3+
    Anspruchsvolles Bergwandern: Der Weg ist nicht durchgehend sichtbar, es geht über Geröll und Blockgelände, einzelne Passagen sind ausgesetzt. Du brauchst gute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, die Hände kommen zum Gleichgewicht dazu.
  • Dauer
    3 Tage
  • Datum
    täglich von Juli bis September
  • Teilnehmer
    1 bis 6 Personen

Beschreibung

Das Gross Bigerhorn ist der höchste Wandergipfel der Schweiz. Seit der Bigergletscher zurückgegangen ist, führt ein markierter Weg bis auf 3'625 m, ganz ohne Seil und Steigeisen. Wir nehmen uns drei Tage Zeit dafür, mit zwei Nächten auf der Bordierhütte hoch über dem Mattertal.

Über diese Tour



Dauer

  • ca. 5 Stunden Aufstieg von Gasenried zur Bordierhütte, exkl. Pausen
  • ca. 2.5 Stunden Aufstieg zum Gipfel, ca. 2 Stunden zurück zur Hütte
  • ca. 3.5 Stunden Abstieg von der Hütte nach Gasenried

Datum

Täglich von Juli bis September, jeweils abhängig von den Öffnungszeiten der Bordierhütte.


Anzahl Teilnehmer

Privat: 1 bis maximal 6 Teilnehmer pro Wanderleiter:in/Bergführer:in


Beschreibung

Drei Tage, in denen die Landschaft ständig wechselt. Von Gasenried führt der Weg durch den Lärchenwald hinauf auf die alte Gletscherebene, dann über Moränen und Geröllfelder zur Bordierhütte. Am zweiten Tag folgt der eigentliche Gipfeltag: 740 Höhenmeter über Block und Schutt, mit einigen steilen Passagen, bis zum Kreuz auf 3'625 m. Der Rundblick reicht von der Weisshornkette über das Mischabelmassiv bis in die Berner Alpen.

Technisch bleibt die Tour durchgehend im Bereich T3+, es braucht also keine Gletscherausrüstung. Was es braucht, ist Ausdauer, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Wer gerne Höhenmeter macht und dabei weit weg vom Betrieb sein will, findet hier eine der lohnendsten Wanderungen der Alpen.


Programm

1

Tag 1: Gasenried bis Bordierhütte
Du triffst deine:n Wanderleiter:in oder Bergführer:in am frühen Morgen in Gasenried oberhalb von St. Niklaus. Durch den Lärchenwald und über die alte Gletscherebene geht es in einem langen Aufstieg zur Bordierhütte. 7,5 km und 1'350 Höhenmeter.

2

Tag 2: Gipfeltag Gross Bigerhorn
Früher Start von der Hütte. In 740 Höhenmetern steigt ihr über Block und Schutt zum Gipfel auf 3'625 m. Nach der Rast am Kreuz folgt der Abstieg zur Bordierhütte und die zweite Nacht.

3

Tag 3: Bordierhütte bis Gasenried
Nach dem Frühstück auf der Hütte geht es in einem langen Abstieg zurück nach Gasenried.


Treffpunkt

Zur vereinbarten Zeit mit deine:r Wanderleiter:in in St. Niklaus oder direkt in Gasenried (Grächen).


Zusätzliche Kosten

  • An- und Rückreise nach Gasenried
  • Zwei Übernachtungen mit Halbpension in der Bordierhütte, für dich und für deinen Guide
  • Getränke und Konsumationen in der Bordierhütte

Die Bordierhütte


Die Bordierhütte liegt auf 2'886 m oberhalb von St. Niklaus im Mischabelmassiv. Sie ist einer der Ausgangspunkte für das Balfrin und den Nadelgrat. Ihren Namen verdankt sie dem Genfer Bankier Pierre Bordier, der 1927 den Bau der ursprünglich 52 Schlafplätze umfassenden Hütte unterstützte. Das Brot aus dem Holzofen ist eine Spezialität des Hauses, gekocht wird vor allem mit regionalen Produkten.


Material

Das brauchst Du an Ausrüstung für die Alpinwanderung:


  • Gute Wanderschuhe
  • Kleiner Rucksack, max. 30 L
  • Bequeme Wanderkleider, Wetter angepasst 
  • Wasser- und Windfeste Jacke
  • Cap / Sonnenhut
  • Sonnenbrille und Sonnencreme
  • Getränke
  • Zwischenverpflegung (energiereiche Nahrung wie Schokolade, Trockenfrüchte….)
  • Ev. Wanderstöcke


Versicherung

Die Versicherung ist Sache des Teilnehmers. Wir empfehlen eine gültige Unfall- und Evakuationsversicherung.



FAQ

Was ist eine Alpinwanderung?

Eine Alpinwanderung ist eine Bergwanderung im hochalpinen Gelände, meist im Bereich T3 bis T4 der SAC-Wanderskala. Der Weg ist nicht durchgehend als Pfad sichtbar, führt über Geröll, Blockgelände und Moränen und verlangt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Im Unterschied zur Hochtour brauchst du aber weder Seil noch Steigeisen, weil keine Gletscher begangen werden.

Was ist der Unterschied zwischen Bergwanderung, Alpinwanderung und Hochtour?

Eine Bergwanderung (T2 bis T3) folgt einem markierten Bergweg. Eine Alpinwanderung (T3 bis T4) führt über teils weglose Passagen in Geröll und Blockgelände, bleibt aber gletscherfrei. Eine Hochtour überschreitet Gletscher und erfordert Seil, Steigeisen und Pickel sowie zwingend eine:n Bergführer:in.

Was bedeutet T3 auf der SAC-Wanderskala?

T3 steht für anspruchsvolles Bergwandern. Die Wegspur ist nicht durchgehend sichtbar, einzelne Stellen sind ausgesetzt und die Hände kommen zum Gleichgewicht dazu. Vorausgesetzt werden gute Trittsicherheit, gute Schwindelfreiheit und eine durchschnittliche Gehgewohnheit. Ein Plus wie bei T3+ bezeichnet das obere Ende dieser Stufe.

Wie fit muss ich für eine Alpinwanderung sein?

Du solltest mehrere Stunden am Stück in unwegsamem Gelände gehen können und mit 800 bis 1'400 Höhenmetern pro Tag zurechtkommen. Entscheidend ist weniger Tempo als Ausdauer über den ganzen Tag. Bei jeder unserer Touren findest du oben eine Ausdauerangabe von 1/5 bis 5/5 mit konkreten Gehzeiten und Höhenmetern.

Brauche ich für eine Alpinwanderung eine:n Bergführer:in?

Zwingend vorgeschrieben ist es nicht, weil Alpinwanderungen auf markierten oder erkennbaren Routen verlaufen. Sinnvoll ist es trotzdem: Unsere Wanderleiter:innen und Bergführer:innen kennen die Verhältnisse, beurteilen Wetter und Steinschlag und finden die Route auch dann, wenn Nebel oder Neuschnee die Markierungen verdecken.

Welche Ausrüstung brauche ich für eine Alpinwanderung?

Feste Wanderschuhe mit Profil und Knöchelhalt, wetterangepasste Kleidung in Schichten, eine wind- und wasserdichte Jacke, Sonnenbrille und Sonnencreme, genügend zu trinken und Zwischenverpflegung. Bei Touren mit Hüttenübernachtung kommen Seidenschlafsack, Stirnlampe und minimale Ersatzwäsche dazu. Die vollständige Liste steht bei jeder Tour unter Material.

Wann ist die beste Zeit für eine Alpinwanderung im Wallis?

Die Saison für Alpinwanderungen dauert je nach Schneelage von Anfang Juli bis Ende September. Früher im Jahr liegt in den Nordhängen und auf über 3'000 m oft noch Altschnee, ab Oktober schliessen die meisten SAC-Hütten.

Was passiert bei schlechtem Wetter?

Wir entscheiden am Vorabend anhand der aktuellen Prognose. Wenn die Tour nicht sicher durchführbar ist, schlagen wir eine Alternative vor oder verschieben sie. Deine Sicherheit geht in jedem Fall vor der Durchführung.

Was ist der Unterschied zwischen einer privaten Tour und einer Tour in der Gruppe?

Bei einer privaten Tour bestimmst du Datum, Tempo und Route mit, die Begleitung ist für dich und deine Begleitpersonen da. Bei einer Tour in der Gruppe schliesst du dich zu einem fixen Datum anderen Teilnehmenden an, was den Preis pro Person senkt. Beide Varianten werden von derselben zertifizierten Begleitung geführt.

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