Dufourspitze

Bergtour auf die Dufourspitze 

  • Ausdauer
    4
    Gehzeit 8–9 Stunden. Bis ca. 1600 Höhenmeter. Für erfahrene Alpinist:innen mit sehr guter Ausdauer.
  • Technik
    5
    Du bist gut akklimatisiert, hast viele 4000er bestiegen, bist erfahren mit Pickel, Steigeisen & Seil. Du kletterst im 3.–4. UIAA-Grad, bist sicher auf ausgesetzten Graten & bewältigst anspruchsvolles kombiniertes Gelände.
  • Dauer
    ca. 11 h
  • Datum
    Juni - Mitte September
  • Teilnehmer
    1 - 2 Personen

Träumst du davon, auf dem höchsten Punkt der Schweiz zu stehen? Dann ist die Dufourspitze (4'634 m) im Monte-Rosa-Massiv dein ultimatives Ziel. Als einer der anspruchsvollsten Gipfel im Monte Rosa Massiv, fordert sie sowohl technische Fähigkeiten als auch Ausdauer. Unsere lokal erfahrenen Bergführer begleiten dich sicher auf dieses majestätische Dach der Schweiz.


Über diese Tour



Dauer

  • Aufstieg zur Dufourspitze: ca. 6 Stunden
  • Abstieg zurück zur Monte Rosa Hütte: ca. 5 Stunden

 


Datum

Täglich ab Juni – Mitte September, jeweils abhängig von den Schneeverhältnissen auf dem Gletscher.


Anzahl Teilnehmer

1 bis maximal 2 Teilnehmer pro Bergführer


Beschreibung

Die Besteigung der Dufourspitze beginnt auf der Monte-Rosa-Hütte (2’883 m), die du am Vortag individuell erreichst. Noch in der Dunkelheit machen wir uns mit Stirnlampe und Steigeisen auf den Weg über das Obere Plattje und den Monte-Rosa-Gletscher – stetig ansteigend, umgeben von eisblauen Gletscherspalten und einem faszinierenden Lichterspiel im Morgengrauen.

Nach rund vier Stunden erreichen wir den Dufoursattel (4’355 m). Hier beginnt der anspruchsvolle Grataufstieg: über Blockgelände, Firnflanken und ausgesetzte Kletterpassagen steigst du – gut gesichert – weiter Richtung Gipfel. Jeder Tritt zählt, jede Bewegung ist konzentriert. Und dann ist er da: der höchste Punkt der Schweiz auf 4’634 m. Stolz, Gänsehaut, Weitblick.

Der Abstieg folgt derselben Route – mit neuen Blickwinkeln und dem grossen Gefühl, etwas Aussergewöhnliches geschafft zu haben.


Programm

1

Tag 1: Individuelle Anreise zur Monte Rosa-Hütte

  • Individueller Aufstieg zur Monte Rosa Hütte via Rotenboden (Hüttenzustieg)
  • Treffen mit deinem lokalen und IFMGA-zertifizierten Bergführer vor dem Abendessen
  • Abendessen und Übernachtung in der Monte Rosa Hütte
2

Tag 2: Beisteigung der Dufourspitze

  • Start der Tour mit deinem privaten Bergführer gegen 02:00 Uhr morgens (je nach Saison)
  • Besteigung der Dufourspitze über die Normalroute
  • Rückkehr zur Monte Rosa Hütte und Verabschiedung vom Bergführer
  • Individuelle Rückreise nach Zermatt via Rotenboden

«Das Bergmassiv, das vom Abendrot seinen Namen bekommen hat.»

Richard Lehner

ZERMATTERS Bergführer & Hüttenwart Monte Rosa Hütte


Zusätzliche Kosten

  • Übernachtung und Halbpension in der Monte Rosa Hütte für dich und deinen Bergführer: CHF 95.00 pro Person
  • Bahnfahrt Zermatt-Rotenboden Hin- und Rückfahrt: CHF 106.00
    Ermässigung mit GA, Halbtax oder Swiss Travel Pass (mehr Infos hier)
  • Mietmaterial: Zwischen CHF 50.00 und CHF 70.00, erhältlich in einem Sportgeschäft in Zermatt

Material

Damit du bestens für die Besteigung der Dufourspitze gerüstet bist, solltest du diese Ausrüstung zwingend dabeihaben:


  • Steigeisenfeste Bergschuhe mit profilierter, steifer, Vibramsohle
  • Klettergurt
  • 1 Karabiner
  • Steigeisen mit Antistollplatten
  • Pickel (für das Matterhorn: je nach Verhältnisse)
  • Wanderstock
  • Helm
  • Rucksack, ca. 30 L
  • Warme wetterfeste Kleidung
  • Fingerhandschuhe (evtl. Ersatzhandschuhe)
  • Mütze / Stirnband
  • Sonnenbrille und Sonnencreme
  • Stirnlampe
  • Getränke
  • Zwischenverpflegung (energiereiche Nahrung wie Schokolade, Trockenfrüchte, Energieriegel)
  • Waschzeug
  • Minimale Ersatzwäsche
  • Pflaster
  • Persönliche Apotheke
  • Seidenschlafsack für die Hütte (obligatorisch)
  • Bargeld, Personalausweis

Anmerkung

Bei der Besteigung der Dufourspitze handelt es sich um eine anspruchsvolle Hochtour. Bitte teile uns bei der Buchungsanfrage mit, welche Viertausender du schon bestiegen hast und welche alpinistische Erfahrung du sonst noch mitbringst (Kilimanjaro und Mont Blanc sind nicht vergleichbar mit der Dufourspitze, da dies keine Felstouren sind).

Wir empfehlen dir, dich vorab mit einer geführten Trainingstour auf die Herausforderung vorzubereiten – zum Beispiel auf der Breithorntraverse oder am Riffelhorn zur Akklimatisation. Diese kann auch in einer Gruppe gemacht werden, sofern sich eine weitere Person dafür angemeldet hat


Versicherung

Die Versicherung ist Sache des Teilnehmers. Wir empfehlen eine gültige Unfall- und Evakuationsversicherung.


Nach der Buchung

Nach der Buchung wirst du eine Bestätigung per E-Mail erhalten. Versichere dich, dass deine Angaben und Daten korrekt sind.

2 Tage vor der Tour erhältst du einen Link zum Kunden Portal.
Melde dich vor der Tour bei uns, um die Details zu besprechen (aktuelles Wetter, Verhältnisse, Gruppengrösse, etc.) Entweder telefonisch, per E-Mail oder besuche uns in der ZERMATTERS Homebase.


Die Dufourspitze

 Allgemeine Informationen zur Dufourspitze

  • Die Dufourspitze im Monte Rosa Massiv ist mit 4'634 m der höchste Gipfel der Schweiz.
  • Am 1. August 1855 wurde die Dufourspitze erstmals erfolgreich bestiegen. Die Seilschaft wurde vom britischen Alpinisten Charles Hudson geleitet, der später auch bei der Erstbesteigung des Matterhorns eine zentrale Rolle spielte. Begleitet wurde die Seilschaft von den beiden einheimischen Bergführern Johann Madutz und Matthäus Zumtaugwald. 
  • Frühere Versuche über den Silbersattel scheiterten an der anspruchsvollen Felsflanke unterhalb des Gipfelgrats. 1848 erreichten zwei Walliser Bergführer Madutz & Zumtaugwald fast den Gipfel, blieben aber wenige Meter darunter. Erst über den Sattel und den Grat gelang 1855 der erfolgreiche Aufstieg – die Route, die heute als Normalweg ab der Monte Rosa Hütte gilt. 
  • Seit 1964 steht ein Gipfelkreuz auf dem höchsten Punkt der Schweiz.

Besonderes des Dufourspitze

  • Der Gipfel wurde 1863 zu Ehren des Schweizer Generals und Kartografen Guillaume-Henri Dufour (1787–1875) benannt. Dufour war Herausgeber des ersten exakten Landkartenwerks der Schweiz, der sogenannten Dufourkarte.
  • Obwohl seine Höhe durch die breite Basis und starke Vergletscherung oft unterschätzt wird, zeigt sich seine wahre Dimension eindrucksvoll von Macugnaga (IT) aus: Dort ragt die legendäre Ostwand der Dufourspitze fast 2’500 Meter hoch über dem Belvederegletscher empor – eine Wand von Himalaya-Dimensionen und die höchste Wand der Alpen.

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FAQ

Brauche ich einen Bergführer für eine Hochtour?

Ja, insbesondere für Einsteiger:innen ist die Begleitung durch einen zertifizierten Bergführer oder eine Bergführerin dringend empfohlen. Hochtouren führen oft über Gletscher mit Spalten, steile Firnflanken und ausgesetzte Grate. Ein erfahrener Guide sorgt nicht nur für Sicherheit, sondern vermittelt auch wertvolles Wissen über Technik, Routenwahl und alpine Gefahren.

Welche Vorteile bietet ein lokaler Bergführer?

Ein lokaler Bergführer kennt die spezifischen Bedingungen der Region, wie Wetterverhältnisse, Gletscherzustand und aktuelle Routenverhältnisse. Diese Expertise ermöglicht eine flexible Tourenplanung und erhöht die Sicherheit. Zudem bereichert ein ortskundiger Guide das Erlebnis mit Hintergrundinformationen zur lokalen Bergwelt und Kultur.

Worauf sollte ich bei der Buchung eines Bergführers achten?

Stelle sicher, dass Dein Bergführer nach den Standards der Internationalen Vereinigung der Bergführerverbände (UIAGM/IFMGA) zertifiziert ist. Diese Zertifizierung gewährleistet eine umfassende Ausbildung und die Einhaltung höchster Sicherheitsstandards. Alle Bergführer von ZERMATTERS sind nach diesen internationalen Richtlinien ausgebildet.

In welche Schwierigkeitsgrade werden Hochtouren eingeteilt?

Hochtouren werden nach der SAC-Berg- und Hochtourenskala bewertet, die von L (leicht) bis EX (extrem schwierig) reicht. Die französischen Bezeichnungen reichen von F (facile) bis ED (extrêmement difficile). Diese Einstufungen berücksichtigen technische Anforderungen, Länge der Tour und objektive Gefahren.

Welche Ausrüstung benötige ich für eine Hochtour?

Die erforderliche Ausrüstung variiert je nach Hochtour und kann direkt auf der jeweiligen Skitour auf der Materialliste eingesehen werden.

Ganz generell umfasst die Standardausrüstung für eine Hochtour:

  • Steigeisenfeste Bergschuhe
  • Steigeisen
  • Eispickel
  • Klettergurt
  • Seil (je nach Tourenart und Gruppengröße)
  • Karabiner und Bandschlingen
  • Helm
  • Warme, wetterfeste Kleidung
  • Sonnenbrille und Sonnenschutz
  • Erste-Hilfe-Set
  • Karte, Kompass oder GPS-Gerät

Wann wird über die Durchführung der Hochtour entschieden?

Die finale Entscheidung über die Durchführung einer Hochtour erfolgt in der Regel 48 Stunden (manchmal auch erst 24 Stunden) vor Tourbeginn, basierend auf aktuellen Wetter- und Routenbedingungen. Du wirst von uns frühestmöglich über mögliche Änderungen oder Absagen informiert.

Wie wähle ich die passende Hochtour entsprechend meines Könnens aus?

Die Wahl einer Hochtour sollte stets deinem persönlichen Können und deiner alpinen Erfahrung entsprechen. Eine langsame Steigerung – von kürzeren zu längeren Touren, von einfachen zu technisch anspruchsvolleren – ist ratsam. Unsere Bergführer:innen begleiten dich gerne auf diesem Weg und unterstützen dich bei deiner alpinen Weiterentwicklung 
Unsere Angebote sind daher mit klaren Angaben zu Schwierigkeitsgrad, erforderlicher Ausdauer und Technik versehen, um dich bei der Entscheidung zu unterstützen. Für eine persönliche Beratung stehen wir dir gerne direkt zur Verfügung. Komm bei uns in der Homebase vorbei!

Wie kann ich mich optimal auf eine Hochtour vorbereiten?

Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel für ein sicheres und genussvolles Hochtourenerlebnis. Regelmässiges Ausdauertraining – etwa durch Wandern, Laufen oder Radfahren – stärkt nicht nur deine Fitness, sondern auch deine Belastbarkeit in grosser Höhe. Ebenso wichtig ist das Techniktraining: Der Umgang mit Steigeisen und Pickel will geübt sein, um dich im Gelände sicher bewegen zu können. Wer sich zusätzlich in alpinen Kursen weiterbildet, Kartenmaterial studiert und sich mit Wetterkunde und alpinen Gefahren auseinandersetzt, legt eine solide Grundlage für eigenständige Entscheidungen im Gebirge. Unsere Bergführer:innen unterstützen dich dabei nicht nur unterwegs, sondern geben dir auch gerne Tipps zur optimalen Vorbereitung – damit deine Hochtour mit ZERMATTERS zum unvergesslichen Erlebnis wird.

Wie schwierig sind Hochtouren und wie werden sie eingestuft?

Hochtouren können nach der SAC-Hochtourenskala in sieben Hauptschwierigkeitsgrade eingeteilt werden:

  • L: Leicht
  • WS: Wenig Schwierig
  • ZS: Ziemlich Schwierig
  • S: Schwierig
  • SS: Sehr Schwierig
  • AS: Äusserst Schwierig
  • EX: Extrem Schwierig

Einige dieser Grade können zusätzlich durch ein Minus (–) oder Plus (+) verfeinert werden, um noch genauere Abstufungen zu ermöglichen.

Die Bewertung basiert auf Hauptkriterien wie Steilheit, Ausgesetztheit, technische Anforderungen und Art des Geländes (z. B. Firn, Eis, Fels oder Gletscher). Auch Hilfskriterien wie Objektivgefahren, Rückzugsmöglichkeiten und Ernsthaftigkeit der Route werden berücksichtigt.

Was passiert, wenn ich die Anforderungen einer Tour nicht erfülle?

Unsere Bergführer:innen bringen nicht nur viel Erfahrung mit, sondern achten bei der Beurteilung auch auf die angegebenen Schwierigkeitsgrade der Tour. Gleichzeitig entscheiden sie vor Ort, ob die Tour wie geplant durchgeführt werden kann. Solltest du die Anforderungen nicht erfüllen und dadurch die Sicherheit oder den Ablauf beeinträchtigen, kann es sein, dass die Tour angepasst oder vorzeitig abgebrochen werden muss. Diese Entscheidung wird immer im Sinne der Sicherheit aller Beteiligten getroffen.

Mit einem Privatbergführer bist du übrigens flexibler unterwegs und kannst Tempo und Routenwahl individuell anpassen.

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